Digital vernetztes «Pop-up-Dörfli» am Bahnhof Zug.

Digital vernetztes «Pop-up-Dörfli» am Bahnhof Zug.
26 juin 2018, Siglinde Pechlaner im Gespräch mit Stephan Würth

Digital vernetztes «Pop-up-Dörfli» am Bahnhof Zug.

Digital vernetztes «Pop-up-Dörfli» am Bahnhof Zug.
Puurpuur

Wir möchten alle Menschen ansprechen, die Interesse an ehrlichem, saisonalem, regionalem und qualitativ hochstehendem Essen haben.

Ende Juni lancierte die SBB im heutigen Güterbahnhofareal direkt am Bahnhof Zug eine Gastro-Zwischennutzung mit Food- und Drink-Ständen. Zum Einsatz kommt dabei ein neues digitales Gastronomiekonzept mit Namen «puurpuur». Mit Stephan Würth, Mitinitiant und zuständig für Marketing und Vertrieb, habe ich mich darüber unterhalten, wie «puurpuur» funktioniert.

Herr Würth, was ist speziell an Ihrem Gastronomiekonzept?

Wir legen wir grossen Wert auf Bio-Qualität sowie Saisonalität und vernetzen Bio-Bauern, Köche und unsere Gäste über eine digitale Plattform:

- Der Bauer meldet, was gerade geerntet werden kann.
- Der Koch sagt, was damit gekocht wird.
- Der Gast sagt, was und wann er essen möchte.
- Das Gericht wird zur ausgewählten Zeit im «puurpuur»- Dörfli serviert.

Somit kann jeder dieser Beteiligten profitieren. Und mit seiner Bestellung über die «puurpuur» App trägt der Gast dazu bei, die Planung zu vereinfachen und Foodwaste zu reduzieren. Das belohnen wir mit entsprechenden Rabatten auf Online-Bestellungen.

Startet das Projekt in Zug?

Ja, im ersten Schritt steht das «Pop-up-Dörfli» auf dem heutigen Güterbahnhof-Areal beim Bahnhof Zug im Fokus. Das «puurpuur» Pop-up-Dörfli ist unser Marktplatz. Dort bringen wir in einem urbanen Ambiente Menschen zusammen. Während der Woche bieten wir den Mittagstisch an und am Wochenende dürfen sich unsere Gäste auf verschiedene Events freuen wie Brunchs, Foodfestivals, Märkte und Samstag nachmittags Partys. Langfristig planen wir die Plattform aber auch auf andere Restaurants auszuweiten.

An welche Zielgruppe/n richtet sich Ihr Angebot?

Wir möchten alle Menschen ansprechen, die Interesse an ehrlichem, saisonalem, regionalem und qualitativ hochstehendem Essen haben. Wer dazu Freude an einem schönen und urbanen Ambiente hat, ist bei uns an der richtigen Adresse. Besonders am Herzen liegen uns dabei junge Kundinnen und Kunden. Personen bis 21 Jahre alt bieten wir in Zukunft beispielsweise auf den Rabatt der Vorbuchung einen Faktor 2 an. Das heisst mind. CHF 4.- pro Gericht und Person.

Steht der Bahnhof nicht für Hektik, Durchreise, Stress – Wo bleibt da Zeit für Genuss?

In einer hektischen Umgebung sind Ruhe- und Genussinseln besonders wichtig. Wir bauen eine Brücke vom Gehen zum Stehen und von der Hektik zum Verweilen. Dafür errichten wir auf einem Areal von gut 1300 Quadratmetern Hochbeete sowie ein Gebäude aus Holz und Glas mit einer Terrasse, die eine aussergewöhnliche Sicht in das Treiben rund um den Bahnhof bietet. 

Wäre ein Standort in der Innenstadt in der Fussgängerzone nicht besser?

Nein, dieser Ort ist sehr zentral und bietet ein urbanes Flair. Wir sind mitten im Geschehen. Wir können sogar jene Pendler bedienen, die beispielsweise von Zürich nach Luzern reisen und einen kleinen Zwischenstopp zum Auftanken bei uns einlegen möchten. Der Perron-Anschluss ist dabei inklusive…

Wie locken Sie Gäste noch in Ihr Pop-up-Dörfli?

Unsere App ist Informations- und Austauschplattform zugleich. Zudem werden wir ein Programm kreieren, das saisonal ist, die Leute anspricht und sie zusammenbringt.

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Der Bahnhof ist für mich…

Der ideale Ort, um sich zu verabreden – sei dies geschäftlich wie auch privat.


Kulinarische Spezialitäten gibt es unter anderem auch am Bahnhof Zürich: Pasta Barn, Hauptbahnhof Zürich.

Kulinarische Neuheiten gibt es unter anderem auch am Bahnhof Zürich: Pasta Barn, Hauptbahnhof Zürich.

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Stephan Würth
Stephan Würth
Ab 14 bekochte Stephan Würth seine Schulkameraden in diversen Lager und blieb seitdem seinem Hobby immer treu. Als Störkoch verdiente er beispielsweise sein Studiengeld. Er machte eine Berufslehre als Schreiner, holte die Matura nach, studierte anschliessend Wirtschaftsinformatik, war Produzent und Darsteller diverser Theaterstücke, Mitorganisator von Partys im Schloss Liebegg. Er half ausserdem mit, die verschiedensten Geschäftsmodelle auf Basis von Software- und Plattformlösungen zu entwickeln und aufzubauen und ist/war Mitinhaber diverser Start-ups. Heute studiert er nebenberuflich Ayurvedische Medizin.

interviewt von

Siglinde Pechlaner
Siglinde Pechlaner
Siglinde Pechlaner ist Senior Projektleiterin Anlageobjekte Entwicklung bei SBB Immobilien. In dieser Funktion entwickelt sie SBB-Areale zu neuen Standquartieren. Dies beispielsweise aktuell an den Standorten Zug, Rotkreuz und Luzern. Die diplomierte Architektin war in verschiedene Positionen u.a. bei einem Generalunternehmen in der Immobilienentwicklung als auch in Beratungsfirmen tätig, bevor sie 2016 zur SBB kam.
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