Digital Retail: Über Click&Collect, Augmented Reality und Erlebnis.

Digital Retail: Über Click&Collect, Augmented Reality und Erlebnis.
7 juin 2018, Philipp Leimgruber

Digital Retail: Über Click&Collect, Augmented Reality und Erlebnis.

Erlebnis-Einkauf. Sofortige Lieferung am Tag der Bestellung – mit Hilfe von Drohnen und Robotern. Automatische Bestellung von Verbrauchsartikeln. Shopping in der Virtuellen Realität. Bots, Sprachassistenten, Künstliche Intelligenz und Internet der Dinge als Einkaufshelfer.

Die Liste der aktuellen Trendvorhersagen im Digital Retail ist lang und ständig kommen neue Ideen hinzu. Aber wie werden wir in fünf oder zehn Jahren tatsächlich einkaufen? Was bleibt nur ein Hirngespinst der Futuristen und was wird tatsächlich Realität?

Bequem einkaufen mit «Click&Collect» oder «Grab&Relax».

Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. Darum setzen wir im Rahmen von My Smart Station Zürich HB verschiedene Pilotprojekte um und testen ihre Tauglichkeit und Nachfrage.  Das E-Commerce floriert – das sieht man u.a. am wachsenden Paketvolumen: Im Jahr 2017 verzeichnete die Schweizerische Post bereits mehr als 129 Millionen Sendungen. Auch Abholstationen bzw. «Click&Collect»-Modelle scheinen sich immer mehr durchzusetzen, bei denen die Kunden die Waren nicht mehr nach Hause geliefert bekommen, sondern sie an Paketstationen oder in stationären Geschäften abholen. Besonders gut eignen sich dafür Verkehrsknotenpunkte wie der Bahnhof, an denen man ohnehin jeden Tag vorbeikommt.

Angelehnt an diese Idee integrieren wir im Rahmen des Projekts My Smart Station Zürich HB den neuen Service «Grab&Relax». Die Kunden können per «Mein Bahnhof» App Convenience-Produkte wie z.B. Kaffee, Gipfeli, Getränke oder Sandwiches bei bestimmten Bahnhofshändlern vorbestellen und auch gleich bezahlen. Abgeholt werden sie dann vor Ort – ohne Wartezeit an Theke oder Kasse. Damit vereinfachen wir den Einkaufsprozess und machen ihn effizienter – und zwar gleichermassen für den Händler wie den Konsumenten.

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Schöne neue Welt mit Augmented Reality.

Einkaufen wird in Zukunft natürlich auch in einer Augmented bzw. Virtual Reality-Umgebung geschehen, mit Hilfe eines Sprachassistenten oder vollautomatisch mit Hilfe des Internet of Things (IoT). Etwa wenn die vernetzte Kaffeemaschine merkt, dass das braune Pulver zur Neige geht und beim Bahnhofshändler, der auf dem Weg zur Arbeitsstelle liegt, selbstständig den Nachschub ordert. Beste Beispiele zeigen Amazon mit dem Dash-Button oder Ikea mit der App «IKEA Place».

Wir haben bereits im vergangenen Jahr den Piloten einer «Augmented Reality App» vorgestellt, bei der die realen Ansichten im Bahnhof mit virtuellen Informationen angereichert werden. Diesen Piloten bauen wir weiter aus: Künftig kann der Fahrgast sein Smartphone an den Gleisanzeiger halten und es erscheinen virtuell in Echtzeit Infos zu Verspätungen oder Bauarbeiten auf der Strecke sowie zu Verkehrs-Anschlüssen mit Abfahrts- und Ankunftszeiten. An den Bahnhofs-Ein- bzw. Ausgängen lassen sich der Weg und die Abfahrtszeiten zu Verkehrsmitteln wie Trams, Taxis und Bus anzeigen, oder auch Vorschläge für Infopoints, Shops und Restaurants. Bei gewissen Gebäuden oder Orten im Bahnhofsumfeld können zudem Infos zu Sehenswürdigkeiten oder aktuellen Ausstellungen von Museen eingeblendet werden.

Der Bahnhof wird zum «Point of Pleasure».

All diese smarten Beispiele sind Teil der Einlösung unserer Wette bei der «DigitalSwitzerland Challenge» und werden bis zum nächsten Meilenstein, dem «Digitaltag» am 25. Oktober 2018 bereitstehen.

Ein weiteres Ziel, das wir verfolgen, ist gemeinsam mit unseren Mietern attraktive Erlebniswelten in den grossen Bahnhöfen zu schaffen. Mit Pop-Up-Angeboten wird der ehemalige «Point of Sale» zum «Point of Pleasure». Ein Beispiel dafür bringen wir im Frühjahr 2019 mit dem künftigen Konzept «Smart Emma», angelehnt an den guten alten Tante-Emma-Laden: In einem Pop-Up-Store im Zürich HB können wechselnd lokale Händler ihre Produkte und Services anbieten und ausstellen. Welche Anbieter das letztendlich sein werden, wählen die Bahnhofskunden vorgängig aus.

Wir sind gespannt wie unsere Bahnhöfe künftig aussehen werden. Auch wenn sich Digital Retail mit Online-Shopping, neuen Logistik-Konzepten oder vielfältigen technischen Hilfsmitteln in den nächsten Jahren immer mehr durchsetzen wird: Kein Mensch will sich ausschliesslich in einer virtuellen Welt aufhalten. Auch das ist ein Zukunftstrend.

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Philipp Leimgruber
Philipp Leimgruber
Philipp Leimgruber a occupé le poste de chef de projet général de «My Smart Station Zurich Gare centrale». Il est désormais responsable du projet qui en découle, «Smart Station». Auparavant, il a travaillé au développement commercial de CFF Voyageurs, où il a terminé comme Product Owner de l’appli «Mon voyage des CFF». Diplômé en sciences sociales, il a suivi une formation continue en économie d’entreprise, en innovation et en numérisation. Il possède également les certifications de Scrum Master et de Product Owner.
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